Formeln mit Word

(Hallo! Ich bin noch und wieder da.  Aber mit den ersten eigenen Klassen, 12 Stunden Untericht, dem wöchentlichen Tag am Seminar, meiner Dokumentationsarbeit und „nebenbei“ der Familie ziemlich ausgelastet.  Ich versuche jetzt, wo das Schuljahr so langsam in geregelte Bahnen kommt, mal ab und zu wieder zu bloggen. Bear with me!)

Zum Wiedereinstieg also statt einer Notiz in meine org-mode Datei einfach einen kurzen Blog-Eintrag:

Nachdem ich am Anfang des Referendariats ja noch über Word geschimpft und das Loblied auf LaTeX gesungen habe, habe ich mich inzwischen ganz gut mit Word (2010) arrangiert.  Nur der Formel-Editor, den ich ständig für die Mathe-Arbeitsblätter brauche, hatte mich bisher immer genervt: Für jeden Bruch, jede Hochzahl, jede Wurzel muss man die Maus mehrfach bedienen; selbst einfache mathematische Ausdrücke zu erstellen dauert dadurch sehr lange und stört den Schreib-/Denkfluss.  Aber das ist jetzt vorbei, denn ich habe das lineare Format zur Eingabe von Formeln in MS Word entdeckt.

Kurz gesagt: Das lineare Format erlaubt es, Formeln komplett von Hand einzugeben, ohne dabei auf das WYSIWYG moderner Textverarbeitungsprogramme verzichten zu müssen.  Grundlage dafür ist die ziemlich clevere Verwendung des Autokorrektur-Features von Word, d.h. nachdem man eine Teilformel eingetippt hat, drückt man die Leertaste und  Word nimmt eine „Korrektur“ vor, d.h. es ersetzt den geschriebenen Text durch eine Formel. Insbesondere kann man viele TeX-artige Befehle (z.B. \sqrt, \int) verwenden und damit nach und nach komplexe Formeln aufbauen.  Man kann sogar selbst weitere Autokorrekturen definieren und sich so sein Repertoire erweitern.

Am einfachsten versteht man das mit diesem Video des Entwicklers Murray Sargent persönlich:

Danach kann man auch den offiziellen Hilfetext von Microsoft verstehen.  Wer’s noch genauer wissen will, findet in diesem Artikel von Murray Sargent die Details der zugrundeliegenden Repräsentation.

Das Ganze geht aber noch weiter.  Ein deutscher Student namens Hermann Klinke hat diese mathematische Autokorrektur zu einer ganzen Kurzschrift erweitert, mit der man Formeln noch schneller und einfacher eingeben können soll.  Ich habe das bisher noch nicht ausprobiert, klingt aber sehr vielversprechend.  Hier also einfach mal die Links zu

So, und jetzt wieder ans Arbeitsblatt.  Ich wollte doch eigentlich Zeit sparen!

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