Eins, zwei, drei – Lehrproben vorbei

So. Ich strecke vorsichtig meinen Kopf wieder aus dem Loch.

Die letzten zwei Monaten waren hart, keine Frage. Die pädagogische Arbeit geschrieben*, alle Prüfungslehrproben absolviert, alles in ziemlich engem Takt, jeweils erst kurz vorher angekündigt – so geht Stress.  Aber jetzt ist es rum!  Nur noch ein paar mündliche Prüfungen in frühestens einem Monat und dann war’s das auch schon. Verrückt.

Über die Lehrproben zu schreiben, habe ich, ehrlich gesagt, nur wenig Lust.  Mir ging’s wie vielen, vielen anderen – ich fand das größtenteils eine sehr unbefriedigende Sache.  Zumindest hier bei uns ist das so, dass der Referendar zwar direkt nach der Stunde ca. drei Sätze dazu sagen darf, die Prüfer aber ihre Kommentare erst ganz am Schluss geben, wenn die Note schon gemacht ist.  Dazu dann noch einmal Stellung zu nehmen, ist zwar möglich, aber bezüglich der Bewertung nutzlos.  So bin ich einmal aus allen Wolken gefallen, als ich (von den mir fremden Prüfern) hinterher erfuhr, ihre Hauptkritik sei, dass ich eine Methode nicht „korrekt umgesetzt“ hätte.  Ich hatte von meiner Ausbilderin am Seminar immer das Gegenteil gehört: man solle die Methoden nie einfach so übernehmen, sondern für sich anpassen und brauchbar machen.  Tja.  Vielleicht hatte mich deshalb die Seminarausbilderin vor diesem Prüfer gewarnt…

Mit den (gemischten) Ergebnissen kann ich leben – v. a. weil ich von Schulleitung, Kollegium und Schülern viel Unterstützung erfahre.  Mein Schulleiter legt sich gerade unheimlich ins Zeug, um eine auf mich gemünzte Stelle „schulscharf“ ausschreiben zu können. Die Schüler und die Kollegen signalisieren mir, dass sie mich gerne nächstes Jahr weiter dabei hätten usw.**  Für eine andere direkt ausgeschriebene Stelle an einer Privatschule, wurde ich heute zum Gespräch eingeladen.

Also alles ganz positiv.  Aber trotzdem, ferienreif ist gar kein Ausdruck…

Und dann will ich auch mal wieder bloggen.   Als letzte Woche die finale Lehrprobe rum war, wollte ich eigentlich nur meine 12 Unterrichtstunden für diese Woche einfach mal wieder ordentlich vorbereiten.  Leider hat mich dann der Kollege Bartling eiskalt erwischt mit seinem Hinweis auf das genialy LilyPond.  Und prompt habe ich gleich jede freie Minute damit verschwendet, Musik zu programmieren.  Und Kunst.  Und Sprache.  Dazu hoffentlich bald mehr auf diesem Kanal.

Jetzt erstmal Schlafen.  Macht’s gut!

P. S: Noch eine tagesaktuelle Frage an euch:  Google Reader wird dichtgemacht!  Wo soll ich denn jetzt hin mit meinen mittlerweile ca. 300 abonnierten Blogs und sonstigen Feeds?  Wie macht ihr anderen Blogger und Blogleser das?

* „Motivieren zum Programmieren! Eine Einführung in die objektorientierte Programmierung mit Hilfe des methodisch-didaktischen Entwicklungswerkzeugs Processing…“ und das ist noch nicht mal der ganze Titel! Aber so muss das anscheinend sein – alle relevanten Infos müssen dem Titel zu entnehmen sein 😉

** Es ist auch Wahnsinn, welche wüsten Geschichten sehr viele Kollegen über ihre Lehrproben erzählen.  Manche sind nach zehn Dienstjahren immer noch regelrecht traumatisiert von diesen Erfahrungen.

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Ein Gedanke zu „Eins, zwei, drei – Lehrproben vorbei

  1. Willkommen zurück. Lehrproben sind hier ähnlich, nur dass man in Bayern drei Stück hat, gleichmäßig auf zwei Jahre verteilt. Und der Ausbilder am Seminar ist einer der Prüfer.

    Google Reader, ja, das hat uns alle geschockt. Der ist mein zentrales Informationswerkzeug, neben dem Mail-Client. Twitter, Facebook gar – ist alles nur Deko. Immerhin, die ersten Kommentare erscheinen, die dem Gutes abgewinnen können. Neuanfang und so, vielleicht wieder etwas mehr Bekanntheit für RSS/Atom. Online-Reader gibt es weitere, bis in ein paar Monaten ist vielleicht sogar das Reader-Element für ownCloud fertig – und schöner fände ich es allemal, meine Feeds auf dem eigenen Server zu lesen statt als Gast bei Google. Ich bin mir sicher, dass da in den nächsten Monaten noch viel Schönes kommt.

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