Gebrauchslyrik

Heute mal was anderes.

Herr Rau schreibt drüben immer so hübsch abwechslungsreich über dieses und jenes. Hier hingegen sieht es aus, als ob sich mein Leben nur um Informatikunterricht drehte. Mitnichten.  Deswegen heute mal was Privates.  („Immer schön persönlich. Sowas wollen die Leute lesen!“ raunt mir der Chefredakteur ins Ohr.)

Das folgende Gedicht ist während eines Elternsprechabends entstanden, als mich keiner sprechen wollte.  (Doch, am beruflichen Gymnasium gibt’s das.)  Das war sehr praktisch, weil meine Frau am nächsten Tag Geburtstag hatte und ich ihr zum Geschenk noch etwas schreiben wollte…

Jedenfalls: Weil das Ergebnis dieses Abends mir selbst recht gut gefällt, drucke ich es einfach mal ab.  Soll keiner sagen, nur die Deutschlehrer dürften was mit Lyrik machen.

Ich habe dass Gedicht leicht abgeändert, um die Anonymität meiner Frau zu wahren.  Was ich (des Reimes wegen) nicht ändern konnte, war die mehrmalige Verwendung eines sehr bescheuerten Kosenamens, der sich aus seiner ursprünglichen ironischen Verwendung leider total gelöst und verselbständigt hat…

 

Anne Geburtstag 2015

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2 Gedanken zu „Gebrauchslyrik

  1. Ausgezeichnet! Ich finde ja, jeder sollte so viel dichten können, das ein regelmäßiges Metrum herauskommen kann, und ordentliche Reime, wenn man sie denn möchte. Und das ist dir sehr gut gelungen. Das ziert dann jede Botschaft.

    • Ich möchte gerne in einer Welt leben, in der jeder dichten kann und das auch tut!

      Laienlyrik ohne Reim: Da wäre ich sehr skeptisch. Der fehlende Endreim „muss“ ja kompensiert werden („sonst merken die Zuhörer doch gar nicht, dass es ein Gedicht ist“). Das Resultat ist dann schnell pathetisch und/oder ungewollt komisch. (Vielleicht sind das aber nur meine persönlichen Traumata aus vielen Familienfeiern mit Gedichten von Onkel P., immer bedeutungsschwer, immer reimlos, immer humorlos.)

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