Vom Singen

Singen gehört für mich zur Vorweihnachtszeit wie für andere Leute Plätzchen.

Obwohl: Plätzchen sind für mich natürlich auch sehr wichtig im Advent.  Und gesungen wird bei uns in der Familie sowieso zu jeder Jahres- und Tageszeit.

In der Adventszeit aber vielleicht noch ein bisschen mehr.

Deswegen habe ich auch sofort zugesagt, als mich eine Freundin vor ein paar Wochen fragte, ob ich ihren Schulchor im Dezember bei der Aufführung von Bachs Magnificat unterstützen würde.  (Die Männerstimmen sind in Chören fast überall chronisch unterbesetzt, was dazu führt, dass man insbesondere als Tenor umworben und hofiert wird, dass es eine wahre Freude ist. Zu den Proben muss man auch nur kommen, „wenn man es einrichten kann“.  Egal, wenn man das Magnificat vor 15 Jahren zuletzt gesungen hast. Für einen echten Tenor kein Problem.)

Als es jetzt soweit war, hat mich meine enthusiastische Zusage (natürlich) genervt: Eigentlich hatte ich doch viel zu viel anderes zu tun; die Kinderbetreuung blieb, während ich bei Proben und Aufführungen war, wieder an meiner Frau hängen, ich war viel zu müde und schlapp um vier Abende Singen hintereinander durchzuhalten usw.

Aber dann stehst du da und singst. Hörst auf die Sänger neben dir, das Orchester vor dir, musizierst mit ihnen. Bist glücklich.

(Und löst das Problem mit der Kinderbetreuung, indem du zum zweiten Konzert die Familie einfach mitbringst.  Piece of cake — für einen echten Tenor…)

 

 

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